Flimmern und Lauschen
Flimmern: „Erich lass mal laufen!“
Die Filme von Elisabeth Wilms
Mi. 13. Mai 2026 | 19:00 Uhr | Einlass: 18:30 Uhr
Ein Filmwunder und Wunderfilm zum Freuen.
Portrait einer beherzten Frau, 1905 geboren, die nach erstem Kontakt mit Amateurfilmen „wie im Fieber“ war und ab da ihre Umwelt mit eigenem Blick, Ausdauer und ohne irgendwelche Ängste filmte: Leben auf dem Land, Wohnen in der Stadt, die Erschöpfung der Frauen … wieder viele Eindrücke, über die es sich zu sprechen lohnt.
Der Nachbarschaftskreis zeigt den Film „Erich lass mal laufen!“ und „Flirt mit der Maschine“ als Bonusmaterial.
Elisabeth Wilms (1905–1981) begann ab 1941 zu filmen, zunächst mit einer geliehenen 16-mm-Kamera.
Ab 1943 war sie aktiv im Dortmunder Schmalfilmclub. Ihre ersten Spiel- und Dokumentarfilme wie „Der Weihnachtsbäcker“ und „Münsterland – Heimatland“ drehte sie auf dem damals neuen Farbmaterial Agfacolor.
Obwohl verboten, filmte Elisabeth Wilms Bombenangriffe etwa auf Dortmund. An das Rohfilmmaterial gelangte sie im Tausch gegen Lebensmittel.
Nach 1945 dokumentierte sie für das Evangelische Hilfswerk das Nachkriegselend der Bevölkerung, um Spenden im Ausland zu sammeln.
Die Filme „Dortmund 1947“ und „Schaffende in Not“ sind heute wertvolle historische Quellen und erhielten den Bundesfilmpreis.
Für ihre insgesamt über 200 Werke erhielt Wilms 1977 das Bundesverdienstkreuz.
Wilms Stärke lag in der Kameraführung. Sie schnitt ihr Material selbst am Wohnzimmertisch, ihr Mann Erich fungierte als Stativträger und Chauffeur.
Komm vorbei, eine leichte bizarre Zeitreise erwartet Euch!

Adresse: Theater der Gezeiten | Schmechtingstraße 40 | 44809 Bochum
