El ojo de Hamlet NIRGENDWO

5. April 2019 0 Von admin
Wann:
11. Mai 2019 um 19:30 – 21:30
2019-05-11T19:30:00+02:00
2019-05-11T21:30:00+02:00
Wo:
Theater der Gezeiten

Mit Videos in 3D-Animation!

Live-Übertragung auf die Seite:

https://www.facebook.com/ElBigoteDeDaliTeatro/

 

El Bigote de Dalí Teatro, 2005 gegründet, hatte Aufführungen in verschiedenen Städten in Venezuela, Kolumbien, Panama und Miami. Es ist eine kleine Gruppe von Künstlern, die zeitgenössisches experimentelles Theater macht. Seit 2015 sind sie in Deutschland und hier nur noch als Familie im Exil aktiv. Cynthia Scholz (Regisseurin, Schauspielerin), Ismael, Monagas (Schauspieler, Lichttechniker, Kameramann) mit Tochter Salma und Sohn Rodolfo waren und sind u.a. an mehreren Produktionen von artscenico e.V. und 4D beteiligt. ‚Das Auge von Hamlet NIRGENDWO‘ ist ihre erste große Eigenproduktion in Deutschland. Mit diesem Stück möchten sie sich hier als Theatermacher etablieren. Ihr Stück hat am 25. 11. im Theater im Depot um 18 Uhr Premiere. Weitere Aufführungen finden 2019 u.a. in Bochum (Rottstr5- Theater) und in Duisburg (Lokal Harmonie) statt.

Am 24.11. stehen Cynthia und Ismael ausserdem als Darsteller in der artscenico-Produktion „Zuflucht/Time Lines“ mit ihrer ganz persönlichen Geschichte auf der Bühne. (Premiere  20 Uhr -Theater im Depot – Dortmund)

El Ojo de Hamlet NIRGENDWO

Wir haben eine Einwanderungskrise weltweit. Tragödien, die Unendlichkeiten an Opfern hinterlassen, welche Millionen von Hamlets repräsentieren könnten, die nach dem Exil mit existenziellen Konflikten durch die Welten wandern. Noch einmal kehrt Hamlet zur Szene zurück, als wolle er immer wieder ins Leben zurückkehren, um etwas zu erzählen, das wir immer noch nicht verstanden haben. Geschichte wiederholt sich. Die Menschheitsgeschichte ist in ein großartiges, durch verschiedene Zeiten, Kulturen und Gesellschaften bewegtes, Räderwerk gehüllt. Aber am Ende erleben wir doch immer wieder dieselben Tumulte, als ob wir nach der Evolution des Geistes suchten, die so versteckt ist, dass es uns nie erlaubt wird, den ersehnten Frieden zu erreichen. Das Stück zeigt dieses Thema verbunden mit der Vision exilierter Venezolaner in Deutschland, einem Land, das bereits einen ähnlichen Prozess in seiner Geschichte erlitten hat, wie es auch Heiner Müller mit seiner Hamlet-Maschine beschreibt. Es entsteht eine Mischung aus Kulturen, Sprachen und Sichtweisen, eine Einladung, das Leben aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, aber im Grunde ist es nur eine weitere Wendung im großen Getriebe, die uns zeigt, wie sich Hamlet im Exil verändert. Die erste Barriere, die einem im Exil begegnet, ist das Verständigungsproblem. Deshalb wurde eine zweisprachige Fassung des Textes erarbeitet: Die ursprüngliche Spanische, verbunden mit Deutsch. Dadurch erhält das Stück eine Klangfülle, die beim Betrachter das Gefühl von Verzweiflung und Schwindel hervorrufen soll, welches ein Exilant erlebt, wenn er sich alleine in einem unbekannten Land befindet. Der Inhalt wird in beiden Sprachen durch Verwendung von Schlüsselbegriffen, Bildern und szenischer Darstellung verständlich.

Übersetzung:                                Carolina Gomez Musaku und Beate Conze

3D- Video und Animation:            Chino Monagas

Design:                                        Salma Parra

Bühnenbeleuchtung:                   Rodolfo Parra

Rollenbesetzung:

Hamlet:                                       Chino Monagas

Ophelia:                                      Cynthia Scholz

Produzentin:                               Beate Conze

Regisseurin:                              Cynthia Scholz

El Bigote de Dalí Teatro